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Über uns

Unmittelbarer Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Neudörfl war der im Jahre 1883 im Orte wütende Großbrand, wo innerhalb kürzester Zeit ein Großteil des Ortes in Flammen aufging (Der obere Ort- Nahe der Leitha).
Zu dieser Zeit hieß Neudörfl noch „ Lajtha Szent Miklos“. Der Ort zählte zu dieser Zeit 2.344 Einwohner mit 237 Häusern.


Die Gründungsmitglieder erstellten die Vereinsstatuten und mussten sie über das Komitat Oedenburg an das ungarische Innenministerium zur Genehmigung einreichen. In der Oedenburger Zeitung vom Donnerstag, dem 8.November 1883, die heute noch im Archiv der Stadt Sopron (Ödenburg) aufliegt, steht folgende Mitteilung in deutscher Sprache:


In der Gemeinde Lajtha Szent Miklos hat sich ein Komitee gebildet, welches eine Feuerwehr zu gründen beabsichtigt. Die Statuten derselben sind bereits genehmigt worden. Es ist demnach zu hoffen, dass schon binnen Kurzem in der ungarischen Grenzgemeinde endlich ebenfalls die so gemeinnützige Institution ihre erspießliche Tätigkeit aufnehmen wird. In den benachbarten österreichischen Ortschaften bestehen bereits ringsum und zwar schon seit vielen Jahren die für die Sicherheit der Bewohner so dringend nötigen Feuerwehren.


Erster Kommandant war SOMMER Nandor.

Als Gründungsmitglieder scheinen laut „Gedenkbuch“ folgende Namen auf:

Nußbaumer Ferentz (Franz) Tschierk Antal Ebner Joszef

Sommer Nandor (Ferdinand) Matinitz György Artner Janos

Wallner György (Georg) Eitenberger Matjas Stöger Ferentz

Heinsching Bertralan Ullram Janos Hayder Joszef

Tschierk Paul Eitzenberger Michaly Eitzenberger Matjas

Schügerl Matjas


Mit den Erlösen vom Feuerwehrball und Spenden wurden Ausrüstungsgegenstände angeschafft. Im Jahre 1905 fand die Fahnenweihe statt. Die Original- Einladung hängt noch im Feuerwehrhaus.


Während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) mussten viele Feuerwehrmänner zum Militär einrücken und nur die alten und nicht kriegstauglichen Kameraden blieben zu Hause und bekämpften mutig die während dieser Zeit ausgebrochenen Brände. Nach Kriegsende gab es überall große Not und Trauer über die im Kriege gefallenen Feuerwehrmänner und die Heimkehrer stellten sich wieder der Feuerwehr zur Verfügung. Im Jahre 1932 wurde die erste Motorspritze (ein Daimler) gekauft.


Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) mussten wieder viele Feuerwehrleute zum Militär einrücken. Wieder mussten alte und nicht kriegstaugliche Kameraden die Einsätze durchführen.


Am 29.03.1945, knapp vor dem Einmarsch der Russen, sprengten deutsche Soldaten das große, im Zillingdorfer Wald errichtete Munitionslager. Herumfliegende Splitter der detonierten Granaten, hoch in den Himmel lodernde, mächtige Flammen und vollkommener Mangel an Wasser verhinderten einen Feuerwehreinsatz.
Zudem wurde von durchfahrenden russischen Panzern das „Spritzenhaus“ schwer beschädigt. Von Kameraden konnte der „Daimlerwagen“ und die Fahne gerettet werden. Sämtliche andere Unterlagen über die Entstehung der Feuerwehr usw. wurden vernichtet, sodass die Geschichte teilweise aus mündlichen Überlieferungen von alten Feuerwehrmännern herrührt.
Wieder standen die wenigen Feuerwehrmänner Neudörfls vor der Ruine ihres Spritzenhauses und hatten fast keine Ausrüstung.


In den Jahren 1947- 1949 wurde ein neues Gerätehaus mit Schlauchturm in der Siedlergasse errichtet und die Ausrüstung verbessert. Dank der Frauen Regina TSCHIRK und Berta PRÜNNER konnte eine neue und bis jetzt aktuelle Fahne eingeweiht werden.


Bis zum heutigen Zeitpunkt entwickelte sich Neudörfl mit dzt. über 4000 Einwohnern zu einem der größten Industriestandorte des Burgenlandes. Neben den Großbetrieben wie die Neudörfler Büromöbel, Fa.Fundermax, Fa.Leykam, Fa.HTP (ehemalig Röhrig), Fa.Brix-Zäune, Fa.Frauenberger sowie Klein- u. Mittelbetriebe wie z.B. Fa.Marchhart, Fa.Alutech, Fa.Kaiser usw . zählen zahlreiche Wohnsiedlungen und das Altersheim zum schützenden Risikobereich der Feuerwehr. Dem entsprechend musste der Ausbildungsstand und die Ausrüstung angepasst werden.


Als Stützpunktfeuerwehr zählt die Wehr heute zu eine der bestausgerüsteten Feuerwehren des Bezirkes.
Dieser Stand, welcher für jeden Bewohner Sicherheit bietet, kostet jedoch der Gemeinde und somit jedem Bürger jährlich sehr viel Geld.


So wurde 2002 ein neues, dem heutigen Stand der Technik entsprechendes Feuerwehrhaus errichtet. Hiermit besteht erstmals die Möglichkeit, Schulungen auf dem neuesten Stand der Technik durchzuführen.
Eine modererne Funkzentrale, Verwaltungsgebäude und eine Flaschenfüllanlage für Atemschutz u. Tauchgeräte ergänzen die Ausrüstung.


Da wir in unserem Ort sehr viele Industriebetriebe haben, bei denen auch Löscharbeiten aus der Höhe durchgeführt werden müssen, wurde im Jahr 2002 ein Hubsteiger angekauft. Ergänzend zu der herkömmlichen Ausstattung wurde auch ein Kletterset mit verschiedenen Ausrüstungsgegenständen zum Sichern und Retten von Einsatzkräften und Zivilpersonen angeschafft.

 

Da auch das Kommandofahrzeug und das Mannschaftstransportfahrzeug in die Jahre gekommen waren, wurde im Jahr 2008 ein MTF und im Jahr 2009 ein KDO zugekauft. Das Kommandofahrzeug wurde zusätzlich mit einem Computer, einem  Drucker-Fax-Kopier Kombi Gerät und einem Telefon ausgestattet. Dieses Fahrzeug ermöglicht es uns, eine Einsatzleitung auf hohem Niveau zu führen und diverse Berichte sofort nach dem Einsatz an andere Feuerwehren weiterzugeben.

 

Mit über 30 Jahren hat auch das alte Tanklöschfahrzeug bereits viele Einsätze auf dem Rücken. Da es nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entspricht, ergänzt seit 2010 ein neues Tanklöschfahrzeug unseren Fuhrpark.